Fünf Jahrhunderte hat der Mensch der Nordhalbkugel nun schon mit der Gegenwelt auf der „unteren“ (warum nicht der oberen?) Seite der Erd-Kugel zugebracht. Man weiß oder kann wissen dass „down under“ alles umgekehrt ist wie bei uns: die Sonne geht rechts auf und wandert nach links wenn man sie betrachtet die Tiefs drehen rechts herum die Hochs links herum im Süd-Uhrzeigersinn. Und aber – da haben wir es: die Australier und Süd-Amerikaner benutzen unsere Nord-Uhren mit rechtsdrehenden Zeigern entgegen ihrem eigenen Sonnenlauf sie benutzen den Nordkalender als Weltkalender usw.
Buenos Aires liegt drei Stunden westlich von Greenwich es ist also zur Zeit des Äquinoctiums dort 6:51 Ortszeit und die Sonne ist gerade aufgegangen. Die Zeichnung nach den Angaben der Ephemeride aber lässt die Sonne zwar im Osten aufgehen aber Osten liegt eben auf der Südhalbkugel nicht links sondern rechts wenn man Äquatorwärts schaut.
Desgleichen ist das Zehnerl noch nicht gefallen was die Kreise der Tagesstunden der astrologischen Häuser und der Tierkreiszeichen betrifft:
Die himmlische Jahresbewegung wird bislang ebenso nordborniert betrachtet. Wenn im obigen Beispiel für Buenos Aires die Sonne senkrecht über dem Äquator auf 0° Waage steht so hat man bislang unbekümmert am 23. September auch in Südamerika den Herbst beginnen lassen. Da kann ich mich nur wundern. Für mein Welt- und Himmelsverständnis bedeutet Frühling = Widder und sonst gar nichts; genauso ist Waage für mich der Code für den Naturzustand Herbst. Bei Eintritt der Sonne in den Widder beginnt am Pol der Tag der dort ein halbes Jahr dauert und bei Eintritt in 0° Waage die Pol-Nacht. Ist es in der Antarktis etwa nicht Tag geworden am letzten Wochenende ist dort die Sonne nicht über den kreisrunden Horizont aufgestiegen?
Ergo kann zu Beginn des Süd-Frühlings die Sonne nur auf 0° Widder notiert werden. Wenn man sie für die Süd-Hälfte des Planeten auch auf Waage notiert dann ist das so wie wenn man meinte die Südler würden mit dem Kopf laufen und mit den Füßen denken.
Daraus ergibt sich dass nicht nur die lay der Sonne sondern die Position aller Planeten und des Mondes umnotiert werden müssen auf die genau gegenüberliegende lay. Nur so bleibt Steinbock = Steinbock nämlich Winter und Krebs =Krebs also Sommer.
Aus dem Gesagten ergibt sich weiter dass auch diejenigen Zeitenuhren der Äonen die den Königskonjunktionen der vier Elemente entspringen für die Süd-Halbkugel umnotiert werden müssen. Die Feuerkonjunktionen der Nordhalbkugel sind die Luftkonjunktionen der Südhalbkugel und auch die Erd- und die Wasserkonjunktionen tauschen ihre Plätze. Es ergibt sich also bezüglich der derzeit gültigen Königskonjunktionen in den vier Elementen folgendes Bild:
Wir auf der Nordhalbkugel sollten uns so sehe ich das generell betrachtet zunächst um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern und denen im Süden in Ruhe ihre eigenen Uhren lassen. So gesehen ist die Astrologie der eurasischen Kulturtradition eine Nord - Angelegenheit und aus den Zeitbetrachtungen der Inkas und der anderen indigenen Völker oder der Aborigines u s w. können sehr wohl eigene originäre Erd- und Himmelskalender abgeleitet werden. Wenn aber im Zeitalter des Welt-Stils. Weltkalender benutzt werden sollen so sollte man sich immer dessen bewusst sein dass das bürgerliche Süd-Neujahr am 1. Juli (Nord) zu beginnen hätte und nicht am 1. Januar und das astronomische Sonnen - Jahr eben nicht am 20/21. März sondern am 23. September.
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